"Respekt für die Provinz" - Kassel, die Stadt der starken Frauenbewegung

Unter diesem Titel ist soeben Band 15 der Schriftenreihe des Archivs der deutschen Frauenbewegung erschienen.
»So gewiß es ist, daß Berlin den großartigen Zuschnitt der Verhältnisse voraus hat, das rege politische Leben, den geschäftigen, jedes kleinste Ereignis verwertenden Journalismus – so gewiß ist auch, daß die Provinz gerade der Frauenbewegung manche Chance bietet, um die Berlin sie beneiden möchte.« Mit diesen Worten begann Ika Freudenberg 1902 eine Verteidigung der Frauenbewegung in der Provinz. Kassel, so zeigen Kerstin Wolff und Gilla Dölle, bot der Frauenbewegung in den letzten 150 Jahren viele Chancen.Pünktlich zum 1.100 jährigen Stadtjubiläum schildern sie die Stadtgeschichte aus der Sicht dieser Bewegung.

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Archive und Jubiläen - 36. Hessischer Archivtag am 4. und 5. Juni 2013 in Kassel

Initiiert von der Arbeitsgemeinschaft Archive in Nordhessen findet der 36. Hessische Archivtag vom 4. bis 5. Juni 2013 in Kassel statt. Nicht zufällig heißt das Motto des diesjährigen Archivtags „Jubiläen und Archive“, feiert doch die Stadt an der Fulda in diesem Jahr ihren 1100. Geburtstag. Dem Thema Jubiläum nähern sich die Referierenden auf unterschiedliche Weise. Acht Vorträge in zwei Sektionen setzen sich u.a. mit Stadtjubiläen, der Reformationsdekade und weiteren Aspekten von Erinnerungskultur auseinander. Den öffentlichen Abendvortrag hält Prof. Dr. Jens Flemming. Er beschäftigt sich mit den Schwierigkeiten, eine moderne Stadtgeschichte zu schreiben.
Es laden ein: Landesverband Hessen im VdA (Verband deutscher Archivarinnen und Archivare) und die Stadt Kassel.

Gleichstellungsbestrebungen von Frauen nach 1945 – Sicherung und Aufarbeitung der Frauen(bewegungs)geschichte in Deutschland

Unter dem Titel „Gleichstellungsbestrebungen von Frauen nach 1945 – Sicherung und Aufarbeitung der Frauen(bewegungs)geschichte in Deutschland“ fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ für drei Jahre ein Projekt, dessen Ziel die Erschließung und der Ausbau der Sammlungen der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung in Hinsicht auf die Geschichte von Frauen und Frauenbewegungen der Jahre 1945 bis 1970 und auf die emanzipatorischen Bestrebungen, die es in dieser Zeit bzgl. der Gleichstellung von Frau und Mann gab, ist. Die vielfältigen Gleichstellungsinitiativen der direkten Nachkriegszeit, aber auch der 1950er und 1960er Jahre sind bisher sowohl wissenschaftlich als auch archivarisch vernachlässigt worden.

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Teil von documenta-Kunstwerk jetzt in Landeskirchlichem Archiv

schrank-dokumentaKassel (epd). Ein Teil des auf der documenta (13) gezeigten Kunstwerkes "What dust will rise from one horseman" ("Wie viel Staub kann ein einzelner Reiter aufwirbeln") des US-amerikanischen Künstlers Michael Rakowitz befindet sich jetzt im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Wie Archivleiterin Bettina Wischhöfer am Donnerstag in Kassel mitteilte, hat Rakowitz 20 durch einen Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Handschriften aus dem 17./18. Jahrhundert für seine Installation genutzt. Sein Thema war die Zerstörung von Kulturgütern und Menschen.

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Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Archive in Nordhessen wechselt

„Arbeitsgemeinschaft Archive in Nordhessen“ am 30. November 2012 im Landeskirchlichen Archiv Kassel (Foto: Landeskirchliches Archiv Kassel 2012)Die Arbeitsgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Archivangebote in der Region bekannter zu machen. Entstanden aus einer lokalen Initiative – es galt im Mai 2001 den ersten bundesweit geschalteten „Tag der Archive“ und im Juni 2001 den 24. Hessischen Archivtag in Kassel vorzubereiten - hat sich zunächst ein lockerer Zusammenschluß der Archive in Kassel gebildet. Ein erstes Faltblatt „Archive in Kassel“ (1. und 2. Auflage 2001) weist sieben Archive aus, ein zweites überarbeitetes 2003 acht Archive.

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Aufbruch der Jugend - Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums

Hugo Reinhold Karl Johann Höppener (Fidus), Lichtgebet (1922)Als „Fest der Jugend“ wurde es bejubelt: Das Meißnerfest im Oktober 1913 auf  dem Hohen Meißner in Hessen. Mehrere Tausend Anhänger der Freideutschen Jugend versammelten sich damals, um für Selbstbestimmung und Eigenverantwortung zu kämpfen.

Die 100. Wiederkehr dieses wegweisenden Ereignisses nimmt das Germanische Nationalmuseeum zum Anlass für eine Ausstellung, die sich vorwiegend der bürgerlichen Jugendbewegung des 20. Jahrhunderts widmet. Jugend – als eigene Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsenenalter – ist ein Produkt des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Der Begriff stand bald für Erneuerung, Zukunft und Aufbruch.

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