Pfadfinden interaktiv - eine Zeitleiste des VCP-Bundesarchivs

bild vcpDie dunkelste Zeit Deutschlands, die Nazizeit – wie haben sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder dazu verhalten? Schon bald nach Baden-Powells Buch „Scouting for Boys“ von 1908 hatte in Deutschland christliches Pfadfinden begonnen. Es war zu einer bedeutenden Jugendorganisation herangewachsen, als 1933 Adolf Hitler die Macht übertragen wurde. Das NS-Regime schränkte das christliche Pfadfinden zunächst ein und verbot es 1937 ganz. Die Nazi-Ideologen wussten aber, dass Kinder und Jugendliche sich besonders von Gruppenerlebnissen, Fahrten und Lagerfeuern begeistern lassen. Deshalb boten sie ganz Ähnliches in der Hitlerjugend an – typische Elemente des Pfadfindens wurden also erfolgreich für die NS-Ideologie instrumentalisiert.

 

Das alles kann man deshalb so genau nachvollziehen, weil der VCP e.V. mit viel Engagement sein eigenes Bundesarchiv aufgebaut hat, das inzwischen fast alle größeren Pfadfinderverbände und -strömungen ab 1909 umfänglich abbildet. Darin soll das Material fachgerecht bewahrt, aber vor allem für die heutigen Verbandsmitglieder verständlich gemacht werden.

 

So hat das VCP-Bundesarchiv zum Thema ,Zweiter Weltkrieg und Nazizeit‘ eine interaktive Zeitleiste eingerichtet: Dort kann man selbst den Weg nachwandern, den das Pfadfinden in dieser dunklen Zeit gegangen ist – dann verstehen auch die ganz Jungen im Verband, warum das wichtig ist: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“

 

Mehr Informationen: Zeitleiste