Quellenband zur Kirchengeschichte Kurhessens und Waldecks vorgestellt

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Prof. Dr. Dr. Rainer Hering (Landesarchiv Schleswig-Holstein), Dr. Bettina Wischhöfer (Landeskirchliches Archiv Kassel) und Bischof Prof. Dr. Martin Hein bei der Vorstellung des dritten Bandes (Quellenband) der dreibändigen Kirchengeschichte Kurhessen und Waldeck im 19. und 20. Jahrhundert am 5. Juli 2017 im Landeskirchlichen Archiv Kassel, Foto: medio.tv / Karsten Socher


Dreibändige Kirchengeschichte ist nun komplett:

Quellenband ergänzt Kirchengeschichte Kurhessen und Waldecks im 19. und 20. Jahrhundert

 

Mit dem Quellenband wurde heute der dritte Band der Kirchengeschichte Kurhessen und Waldecks im Landeskirchlichen Archiv präsentiert. Damit ist die Arbeit an der dreibändigen Kirchengeschichte der Landeskirche zu einem Abschluss gekommen. Vorgestellt wurde das Werk von den beiden Herausgebern Dr. Dr. Rainer Hering (Landesarchiv Schleswig-Holstein) und Dr. Bettina Wischhöfer (Landeskirchliches Archiv Kassel) sowie Bischof Dr. Martin Hein.

 

Sammlung regt zur Weiterforschung vor Ort an

Bischof Dr. Hein würdigte die Leistung aller, die an der Konzeption und Gestaltung beteiligt waren. Gerade die Sichtung und Zusammenstellung des Materials sei „harte Arbeit“ gewesen – aber anregend und notwendig. Denn Kirche lebe immer auch aus ihrer Geschichte. Hinter jedem Text, der im Quellenband aufgeführt sei, stehe die Frage: „Wie soll Kirche sein und handeln? Wie entsprechen wir dem Evangelium?“ Hein wünschte der dreibändigen Kirchengeschichte im Allgemeinen und dem Quellenband im Besonderen viele Leserinnen und Leser. Diesen Wunsch verband er mit der Hoffnung, dass die Quellensammlung manche anregen möge, vor Ort weiter zu forschen. Den Satz des Apostel Paulus zitierend „Prüfet alles, aber das Gute behaltet.“ (1. Thess 5 21) machte er geltend: „Um prüfen zu können, muss man Kenntnisse haben. Die Möglichkeit ist für unsere Landeskirche nun umfassend gegeben.“

 

Texte spiegeln das kirchliche Leben in seinen Facetten

Dr. Wischhöfer erläuterte die Zusammenstellung und den Aufbau der Quellensammlung. Man habe sich auf die reine Publikation von Quellen beschränkt und auf eine Kommentierung bewusst verzichtet. Die Texte seien chronologisch angeordnet, beginnend mit dem 300. Reformationsjubiläum 1817 und endend mit der Agende der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck 1996. Insgesamt würden im vorliegenden Band 111 Quellen präsentiert, darunter knapp die Hälfte normative Texte sowie zahlreiche Quellen aus Pfarrarchiven, aus Gesamtkonsistorialakten und dem Bereich Diakonie und Mission. So ständen sozialgeschichtliche Quellen neben Verfassungstexten, diakonische Quellen neben Kriegspredigten. Die Texte spiegelten das kirchliche Leben in all seinen Facetten wider. Damit sei das gesetzte Ziel erreicht, „ein spannendes, abwechslungsreiches Lesebuch zu gestalten.“

 

Erinnerung ist zentrale Komponente des Glaubens

Dr. Dr. Hering hob hervor, wie wichtig die Kirchengeschichte für Gemeinden und Schulen sei: „Die historische Entwicklung „ihrer“ Gemeinde, „ihres“ Kirchenkreises, „ihrer“ Landeskirche und deren kulturelle Traditionen bestimmen das Leben und wirken sich so auch auf das Denken und Handeln des Menschen aus.“ Gerade im Zeitalter der Globalisierung sei die Beschäftigung mit der Geschichte vor Ort identitätsstiftend und helfe den Menschen, sich in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt zu orientieren und mental zu verankern. So sei „Erinnerung eine zentrale Komponente unseres christlichen Glaubens“. Ohne ein funktionierendes Gedächtnis könnten auch die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, ihre Kreise und Gemeinden ihre Zukunft nicht gestalten. „Die beiden Bücher ihrer Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert sowie der vorliegende Quellenband wollen dazu einen Beitrag leisten.“, so Hering.

 

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Kurhessen und Waldeck im 19. und 20. Jahrhundert – Quellen zur Kirchengeschichte Band III,

herausgegeben von Rainer Hering und Bettina Wischhöfer im Auftrag der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck,

Kassel 2017, 19,90 € (ISBN 978-3-89477-892-7), 

das Gesamtpaket (Band I, Beiträge zur Kirchengeschichte im 19. Jahrhundert, Kassel 2006; Band II, Beiträge zur Kirchengeschichte im 20. Jahrhundert, Kassel 2012 und Band III) 49,90 €, 

zu beziehen über: Landeskirchliches Archiv Kassel, Lessingstraße 15 A, 34119 Kassel, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! " target="_blank"> Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

„Gestern virtuos, morgen virtuell“ - Digitalisierung historischer Dokumente der Frauenbewegung

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Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fördert bis Ende 2019 den Aufbau eines Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF), hier soll eine einmalige online Informationsquelle zur Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland entstehen. Die Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) wird daran mit dem dreijährigen Projekt „Gestern virtuos, morgen virtuell“ beteiligt sein und ausgewählte Teile seiner Sammlungen digitalisieren und in das DDF einbringen.

Das AddF verfügt über den größten geschlossenen Bestand zur Frauenbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland. Für das DDF werden Briefe, Postkarten, Manuskripte, Protokollbücher, Akten, Zeitschriften, Broschüren und Fotos digitalisiert. Im Fokus sind zum Beispiel Briefe führender Frauen der Frauenbewegung aus dem späten 19. Jahrhundert (Malwida von Meysenbug, Louise Otto-Peters, Lina Morgenstern, Fanny Lewald oder Gertrud Bäumer); handgeschriebene Protokollbücher des Deutschen Evangelischen Frauenbundes ab 1899; Korrespondenz von Elisabeth Selbert mit dem Frauenbüro der SPD um 1950 und historische Zeitschriften aus der Frühzeit der Frauenbewegung. Auch mehrere hundert Bilder aus dem bereits digitalisierten Fotobestand des AddF sollen in das DDF eingehen.

Neben der Digitalisierung bietet das Projekt die Möglichkeit, weitere Bestände in der Archivdatenbank zu erschließen und sie so für die Forschung nutzbar zu machen. Zudem werden virtuelle Dossiers zu Personen, Organisationen und Themen der Frauenbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zusammengestellt.

Für weitere Infos: Hier klicken!

Notfallverbund Kassel und Nordhessen gegründet

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Tausende einmaliger Kulturschätze von unersetzlichem Wert lagern in den Depots nordhessischer Bibliotheken, Archive und Museen. Trotz größter Sorgfalt sind sie dort nicht vor Gefährdungen wie Bränden, Wassereinbrüchen oder schweren Unwettern gefeit.

Um im Ernstfall schnell und effizient fachlich kompetente Hilfe zu erhalten, haben sich Vertreterinnen und Vertreter von zwölf kulturellen Institutionen zu einem leistungsstarken Netzwerk für den Kulturgutschutz in der Region zusammengeschlossen und am Freitag, 11. November 2016 eine Vereinbarung zur Gründung des „Notfallverbundes Kassel und Nordhessen“ unterzeichnet. Dieser regelt die zur  Schadensprävention und Bergung von Kulturgütern  im Not- oder Katastrophenfall notwendigen Maßnahmen und schließt so eine Lücke im allgemeinen Kulturgut- und Katastrophenschutz.

Weiterlesen: Notfallverbund Kassel und Nordhessen gegründet

Hessischer Archivpreis

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Hessischer Archivpreis 2016 an Dr. Konrad Wiedemann für ehrenamtliches Engagement im Landeskirchlichen Archiv Kassel

Gestiftet wird der Archivpreis von der Hessischen Landesregierung und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Die Preisträger werden von einer Jury ausgewählt. Diese setzt sich zusammen aus Vertretern des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, des Hessischen Landesarchivs, dem Vorstand des VdA-Landesverbandes Hessen und dem Verband der Kommunalarchive in Hessen.

Der Preis für das Ehrenamt ist mit 3.000,- € dotiert und wird in diesem Jahr an zwei Preisträger verliehen. Die Preisverleihung wird im Dezember in Bad Soden Salmünster stattfinden, da das dortige Stadtarchiv den diesjährigen Institutionenpreis erhalten wird.

Dr. Konrad Wiedemann, Bibliotheksdirektor a.D. und ehemaliger Leiter der Handschriftenabteilung der Murhard´schen Bibliothek Kassel (Universitätsbibliothek), engagiert sich seit 2003 bei der Erschließung von mittelalterlichen Einbandfragmenten in kirchlichen Archiven aus Kurhessen-Waldeck. Er erschließt Pergamenteinbände von Kirchenrechnungen und Kirchenbüchern hauptsächlich des 16. und 17. Jahrhunderts. Inzwischen sind rund 700 Fragmente bestimmt, darunter Kostbarkeiten des 8. bis 11. Jahrhunderts, Hebraica, mittelhochdeutsche und altfranzösische Texte sowie Wiegendrucke.        

Die Ergebnisse des Projekts, die auch die Digitalisierung der Stücke durch das Landeskirchliche Archiv beinhaltet, werden nach ihrem Abschluss online in Verknüpfung mit dem Archivportal-D einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.  

Ohne Herrn Wiedemann, sein enormes Spezialwissen und großes ehrenamtliches Engagement hätte dieses ambitionierte Projekt nicht realisiert werden können!


Imageclip Verband kirchlicher Archive

Neuer Imageclip des Verbandes der kirchlichen Archive ist online: Hier klicken!

Ausstellung "ZeitBilder - Acht Jahrzehnte Foto Eberth Cassel" 17.4.-18.9.2016, Stadtmuseum Kassel

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Die Sammlung Eberth im Stadtarchiv Kassel

 

In den Sonderausstellungsräumen des Stadtmuseums Kassel zeigt das Stadtarchiv eine Auswahl aus dem ca. 80.000 Motive umfassenden fotografischen Nachlass der Fotoagentur Eberth, den das Archiv 2006 erwarb.

Die Fotoagentur begleitete vom ausgehenden Kaiserreich bis in die ersten Jahre des wiedervereinigten Deutschland kontinuierlich die Regional- und Zeitgeschichte. Als der junge Carl Eberth 1906 sein Geschäft in Kassel eröffnete, spezialisierte er sich schnell auf ein zu dieser Zeit noch neues Tätigkeitsfeld: er widmete sich bevorzugt der Bildreportage, die für die Presse zunehmend an Bedeutung gewann. Neben die fotografische Arbeit für den bürgerlichen Alltag traten Industrie– und Werbeaufnahmen, Reportagen sowie Bildberichterstattung für Zeitungen und Nachrichtenagenturen.   

Nach der systematischen Erschließung aller Fotografien freuen wir uns, Ihnen eine Auswahl des beeindruckenden Schaffens von Foto Eberth im Stadtmuseum präsentieren zu können!  

Alle bisher erschlossenen Eberth-Fotografien können recherchiert und in hochaufgelöster Qualität kostenpflichtig heruntergeladen werden: Hier klicken!